Fangen Gelenke an zu schmerzen, schränkt uns das ein: Arbeiten im Beruf und Alltag fallen schwerer oder gehen ohne Behandlung gar nicht mehr. Auch für Hobbies wie Sport bedeuten Gliederschmerzen oft das Aus. Ein echtes Problem für Gelenke ist ständige Überbelastung, einseitige, gleichförmige, schwere körperliche Arbeit, Leistungssport „extrem“, Übergewicht. Bei all dem nutzen Gelenke oft vorzeitig ab und dies führt zu schmerzhaftem Verschleiß (Arthrose). Jedoch werden Schmerzen in Gelenken nicht nur durch Abnutzungserscheinungen verursacht; es muss die Ursache für die Abnutzung gesucht werden. Gelenkschmerzen entstehen oft durch Zug an den Sehnenansätzen am Gelenk.

Dieser Zug wird durch verspannte Muskeln ausgelöst, die sich wiederum durch Trigger verkürzen. Die Ansatzstellen der Sehnen werden gereizt und sogenannte Ansatztrigger gebildet. Zusätzlich werden Trigger an den Muskeln aktiv und verkürzen den Muskel: Der verspannte Muskel verhindert eine gleichmäßige Druckverteilung auf die Gelenke und zieht verstärkt am Gelenk. Die Folge ist Abnutzung des Gelenkknorpels, die bis zu einer vollständigen Zerstörung des Gelenks führen kann. Neben der Schulter und dem Hüftgelenk sind auch die Kniegelenke häufig von diesen Problemen betroffen.

Hüftschmerzen

Hüftschmerzen machen sich oft im Bereich der Leisten, zwischen Oberschenkel und Unterbauch bemerkbar. In vielen Fällen strahlen sie auch in eines oder beide Beine aus. Umgekehrt können Schmerzen aus der Lendenwirbelsäule in die Hüftregion ausstrahlen. Hüftschmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten Gelenkschmerzen. Infrage als Urheber kommt neben Gelenkverschleiß (Arthrose) auch eine Hüftgelenksentzündung. Ist eine Entzündung im Hüftgelenk ausgeschlossen, kann es hilfreich sein, gezielt nach Triggerpunkten zu suchen und sie aufzulösen.

Knieschmerzen

Ein typisches Beispiel für muskelbedingte Gelenkprobleme sind Schmerzen in der Innenseite des Knies. An dieser Stelle laufen die Sehnen von drei Muskeln zusammen und bilden direkt unterhalb des Kniegelenksspalts eine Sehnenplatte. Trigger in diesem Bereich können derart schmerzen, dass ein schwerer Meniskusschaden vermutet wird.

Tennisarm und Golfarm

Tennisarm und Golfarm (bzw. Tennisellenbogen oder Golferellenbogen) entstehen durch akute oder chronische übermäßige Belastung der Muskelansätze am Ellenbogen. Beide Schmerzsyndrome können – trotz ihrer Namen – auch Menschen treffen, die weder Tennis noch Golf spielen. Allerdings sind Tennisarm oder Golfarm sehr typisch für die beiden Sportarten: Etwa jeder zweite Tennisspieler entwickelt mindestens einmal einen Tennisarm. Das ist auch der Grund für die Bezeichnungen der Schmerzsyndrome. In den meisten Fällen führen jedoch Belastungen bei der Arbeit (wie handwerkliche Tätigkeiten oder langes Arbeiten am Computer) zu einem Tennisellenbogen oder Golferellenbogen.

Fibromyalgie

Fibromyalgie (Fibromyalgiesyndrom) ist eine nicht-entzündliche Erkrankung, die durch eine verhärtete Muskulatur gekennzeichnet ist und als Sonderform des Weichteilrheumatismus gilt. Fibromyalgie äußert sich durch Symptome wie anhaltende Schmerzen in der Muskulatur und in den Sehnenansätzen sowie durch eine erhöhte Druckempfindlichkeit an bestimmten Schmerzdruckpunkten, den sogenannten Tender Points. Hierbei handelt es sich um insgesamt 18 schmerzhafte Stellen, die sich an den Sehnenansätzen befinden. Am ganzen Körper besteht eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit.

Welche Behandlungen werden für Sie bei diesen Schmerzen angewendet?