mit moderner Diagnostik und Therapie auf die Spur kommen. Volkskrankheit Rückenschmerzen: drei von vier Deutschen leiden mindestens einmal im Leben daran. "Lumbago“, "Hexenschuss“, "Ischias“, "es im Kreuz haben“ oder "Bandscheibenprobleme“ - das alles sind Begriffe, die das Gleiche meinen: Schmerzen im unteren Teil des Rückens. Sie setzen meistens plötzlich ein und halten selten länger als sechs Wochen an. Dauern Rückenschmerzen länger als zwölf Wochen, werden sie als chronisch bezeichnet.

Wir haben am gesamten Körper Muskeln, die wir mehr oder weniger bewegen. Manche belasten wir zu viel und manche viel zu wenig. Dieses Ungleichgewicht tut auf Dauer nicht gut und hat oft Schmerzen zur Folge. Ebenso werden Muskeln durch Stress, Unfälle und Operationen zu Schmerzauslösern. Verhärtete Punkte im Muskel sind mindestens seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Sie sind nach den neuesten Erkenntnissen aus der Triggermedizin die häufigste Ursache von akuten und chronischen Schmerzen des Rückens. Man nennt sie unter anderem Druckpunkte, Triggerpunkte, Muskelknoten oder Myogelosen. Entscheidend ist, dass Triggerpunkte Schmerzen nicht ausschließlich lokal auslösen, sondern oftmals auch in entfernten Körperbereichen. Deshalb ist manchmal nötig, aufwändig nach diesen Punkten zu suchen, um hartnäckigen Schmerzen auf die Schliche zu kommen. Dabei sind neue Erkenntnisse aus der Triggermedizin oft sehr hilfreich.

Ischias

Viele Nerven ziehen vom Rückenmark aus in alle Bereiche des Körpers. Der dickste und längste von ihnen wird Ischias-Nerv (Nervus ischiadicus) genannt. Der Ischias-Nerv reicht von der Lendenwirbelsäule bis zum Fuß. Wird er im Bereich der Wirbelsäule "gereizt“, empfinden die Betroffenen dies oft als Schmerz, Kribbeln oder Schwäche des Beines bzw. des Fußes.

Hexenschuss

Tritt nach einer bestimmten Bewegung ein plötzlicher, stechender Schmerz im Kreuz auf, so spricht man von Hexenschuss. Ausgelöst wird er meist durch alltägliche Bewegungen wie Heben, Drehen oder Bücken bzw. Aufrichten. Die Schmerzen strahlen meistens jedoch nicht ins Bein aus.

Bandscheibenvorfall

Wenn Rückenschmerzen auf eine eindeutig nachweisbare Ursache zurückzuführen sind, spricht man auch von spezifischen Rückenschmerzen. Die größte Gruppe davon, stellen Bandscheibenvorfälle dar. Jede unserer Bandscheiben besteht im Inneren aus dem sogenannten Gallertkern (Nucleus pulposus), der wie eine Art Gelkissen wirkt. Dieser ist von einem harten Faserring (Anulus fibrosus) umgeben, der die Bandscheibe in ihrer Position fixiert. Bekommt der Faserring kleine Risse, kann sich der Gallertkern nach außen vorwölben (Protrusion). Durchbricht der Gallertkern den Faserring, kommt es zum Bandscheibenvorfall (Prolaps / Discusprolaps).

Rückenschmerz ist also nicht gleich Rückenschmerz - wichtige Unterschiede ergeben sich auch aus dem zeitlichen Verlauf der Rückenschmerzen:

  • Akut sind Rückenschmerzen, die erstmals oder nach mindestens sechs schmerzfreien Monaten auftreten und höchstens sechs Wochen anhalten
  • Subakut ist ein Schmerzzustand zwischen akut und chronisch: der Rückenschmerz plagt Betroffene schon länger als sechs Wochen.
  • Chronisch: Der Rücken schmerzt seit mehr als zwölf Wochen.

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